Jahrestagung INTERKOMMUNALES.NRW 2026 – Impulse für eine starke interkommunale Zukunft in NRW

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Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände in NRW wurde als prominentes Beispiel und Leuchtturm interkommunaler Kooperation in Nordrhein-Westfalen hervorgehoben. Sie zeigt seit Jahren, wie durch abgestimmtes Handeln und gemeinsame Strategien Synergien im kommunalen Raum geschaffen werden können, um Einfluss auf die Landespolitik und die Wahrnehmung kommunaler Interessen zu nehmen. Übereinstimmend wurde deutlich: Interkommunale Zusammenarbeit ist für die kommunale Zukunft alternativlos. Kommunen stehen unter steigendem Druck – demografisch, finanziell, personell und technisch. Kooperation ist stets ein Garant für Leistungsfähigkeit, Verwaltungsmodernisierung und stabile kommunale Daseinsvorsorge.

Ein wichtiges Ergebnis der vorgestellten Analysen ist, dass Kreise bewährte und verlässliche Kooperationspartner sind. Viele Städte und Gemeinden nutzen die Kreisstrukturen als organisatorische und fachliche Grundlage für gemeinsame Lösungen – sei es in Personalverwaltung, Digitalisierung, Energie oder Raumplanung. Die Chance der interkommunalen Zusammenarbeit wird in der Praxis bei einigen Themen noch immer zu wenig genutzt. Gerade im sozialen Bereich können insbesondere kleinere Kommunen in Zukunft weitere Felder der Kooperation erschließen.

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) stellte in ihrem Fachvortrag interessante Erkenntnisse vor: Je angespannter die Haushaltslage, desto eher suchen Kommunen nach interkommunalen Lösungen. Diese entstehen besonders zwischen Kommunen gleicher oder ähnlicher Größenordnung, aber stets auf der Basis von Vertrauen und Kompromissbereitschaft. Rund drei Viertel aller interkommunalen Kooperationen sind dauerhaft etabliert – ein starker Beleg für ihre Nachhaltigkeit. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass es lohnt, auch bei Schwierigkeiten im Gespräch zu bleiben und an der Kooperation festzuhalten.

Herr Thomas Hunsteger-Petermann, Beauftragter der Landesregierung für Interkommunale Zusammenarbeit, betonte ausdrücklich, dass interkommunale Zusammenarbeit nicht mit einem reinen Sparinstrument verwechselt werden darf. Vielmehr gehe es darum, kommunale Aufgaben überhaupt flächendeckend, bürgerorientiert und rechtssicher wahrnehmen zu können – insbesondere angesichts knapper personeller und fachlicher Ressourcen.

Praxisbeispiele aus NRW zeigten die thematische Vielfalt und die Innovationsfreudigkeit von Kooperationen auf. Diese reicht von einem Augmented-Reality-Projekt (OWL-IT) über die Sicherung regionaler Grünzüge (Regionalverband Ruhr) bis hin zu einer Wohnungsbaugenossenschaft im Münsterland, die der Region helfen soll, Fachkräfte zu binden, indem nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch adäquater Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann.

Die Jahrestagung machte deutlich: Interkommunale Zusammenarbeit ist der Schlüssel für eine leistungsfähige, moderne und zukunftsfeste Kommunalverwaltung. Gemeinsam handeln, Ressourcen bündeln und Wissen teilen – das ist der Weg in die Zukunft.

Weitere Informationen zur interkommunalen Zusammenarbeit in NRW finden Sie hier: https://interkommunales.nrw/