Mitteilung
Migrationsbericht 2024 beschlossen
Als zentrales Ergebnis nennt die Bundesregierung eine Nettozuwanderung von 430.183 Personen im Jahr 2024. Damit sei der Saldo gegenüber 2023 deutlich zurückgegangen (von 662.964). Die wichtigsten Herkunftsländer Zugewanderter seien weiterhin europäische Staaten; die Ukraine stelle mit 221.570 Zuzügen (13,1 Prozent) erneut das größte Herkunftsland dar, gefolgt von Rumänien (173.563; 10,2 Prozent) und der Türkei (88.690; 5,2 Prozent).
Im Bereich Asyl weist die Bundesregierung auf 229.751 Asylerstanträge im Jahr 2024 hin; dies entspreche einem Rückgang um 30,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unbegleitete Minderjährige hätten 13.344 Erstanträge gestellt und damit 5,8 Prozent aller Erstanträge ausgemacht.
Zur Erwerbsmigration wird berichtet, die Zahl der erteilten Visa zu Erwerbszwecken sei 2024 gegenüber 2023 um 9,2 Prozent auf mehr als 172.000 gestiegen. Aufenthaltstitel zur Erwerbsmigration seien hingegen um 24,6 Prozent auf 54.590 zurückgegangen; wichtigste Herkunftsländer von Erwerbsmigrantinnen und -migranten seien Indien, die Türkei, die USA sowie die Westbalkanstaaten.
Der Bericht weist zudem auf einen Rückgang beim Zuzug von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern hin (4.328 Personen; Niveau 2020), vor allem aus der Russischen Föderation und Kasachstan. Hochgerechnet auf Basis des Mikrozensus hätten 2024 rund 21,2 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland gelebt; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung habe 25,6 Prozent betragen.
Anmerkung des DStGB und des StGB
Die rückläufige Nettozuwanderung entlastet die Kommunen nur begrenzt, weil Unterbringung, Versorgung und Integration der bereits aufgenommenen Schutzsuchenden weiter hohe Kapazitäten binden. Aus kommunaler Sicht braucht es daher eine bessere Steuerung der Zuwanderung, wirksame Maßnahmen zur Begrenzung irregulärer Migration sowie eine konsequentere Rückführung bei fehlender Bleibeperspektive. Der Bund muss die Kommunen bei diesen Aufgaben dauerhaft finanziell und organisatorisch unterstützen.
Die vollständige Pressemitteilung der Bundesregierung können Sie unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... 24-2405314 abrufen.
Den Migrationsbericht können Sie unter folgendem Link herunterladen:
https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/ ... ?nn=283568