Präventionsprogramm „Diginautis“ für Grundschulkinder im Umgang mit digitalen Medien

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Das Projekt „Diginautis – Prävention exzessiver Mediennutzung im Grundschulalter“ unterstützt Kinder dabei, einem reflektierten und ausgeglichenen Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln. Die Inhalte knüpfen an die Medienerfahrungen der Kinder an und geben Lehrkräften wie Schulsozialarbeitenden praxisnahe Materialien an die Hand. Dabei steht nicht das Verbieten, sondern das Stärken im Mittelpunkt.
Das Programm soll den Grundschulen Anfang des kommenden Jahres über die kommunalen Medienzentren zur Verfügung gestellt werden. Dort können die Trolleys mit der Unterrichteinheit und dem entsprechenden Material ausgeliehen werden.

„Diginautis“ umfasst fünf Unterrichtseinheiten zu je 1,5 Stunden, die von geschulten Lehrkräften oder Schulsozialarbeitenden durchgeführt werden. Gemeinsam mit den Kindern begeben sie sich auf eine Forschungsreise ins „Digiversum“, die Welt der digitalen Medien. Die Kinder werden zu kleinen „Forscher-Helferlingen“, die Schritt für Schritt zu „Diginautis“ ausgebildet werden. Die fünf Module im Überblick:

Aufbruch ins Digiversum – Medienwissen, Chancen & Risiken

1.Gefühle im Digiversum – Medien und Emotionen, Achtsamkeit
2.Gruppendruck im Digiversum – Nein sagen, sich abgrenzen
3.Glücksgefühle im Digiversum – Suchtmechanismen, alternative Quellen von Freude
4.Medien-Alternativen & Safety-Tipps – souveräne Nutzung, Urkundenverleihung

Nach jeder Einheit füllen die Kinder ihr „Forschertagebuch“ aus, das Erkenntnisse festhält und Impulse für Gespräche in den Familien bietet – ein wichtiger Schritt hin zu gemeinsamen Medienregeln.