Mitteilung
Hintergrundpapier zu Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen
Vor diesem Hintergrund hat die Fachagentur Wind und Solar ein Hintergrundpapier zum Thema „Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen“ veröffentlicht. Das Dokument beleuchtet den Status quo, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die technologischen Entwicklungen in Bezug auf ausgediente Windenergieanlagen.
Der Rückbau einer Windenergieanlage ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess, der weit über die reine Demontage hinausgeht. Er umfasst die sichere Stilllegung, die Trennung der Materialien, deren sachgerechte Behandlung sowie die Rückführung in Verwertungs- und Entsorgungssysteme. Das Hintergrundpapier beschreibt, wie Windenergieanlagen zurückgebaut werden und welche gesetzlichen Vorgaben gelten.
Die größte Herausforderung im Recycling stellen die Rotorblätter dar. Während beim Rückbau aktuell ausschließlich Rotorblätter aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) anfallen, werden ab den 2030er-Jahren auch Rotorblätter mit kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) dem Recycling zugeführt. Ab 2033 ist mit einem deutlichen Anstieg der zu verwertenden Faserverbundkunststoffe zu rechnen, insbesondere der Anteil an CFK wird spürbar steigen.
Für das Recycling von CFK steht mit der Pyrolyse bereits ein großtechnisch erprobtes Recycling-Verfahren zur Verfügung. Es ermöglicht, Fasern und Harze zurückzugewinnen. Auch GFK lassen sich mittels Pyrolyse recyceln, wobei der ökonomische Nutzen der Rückgewinnung derzeit begrenzt ist – auch, weil neue Glasfasern günstiger hergestellt werden können als recycelte.
Das Hintergrundpapier steht ab sofort auf der Website der Fachagentur Wind und Solar e. V. zum Download bereit: fachagentur-wind-solar.de
Az. 20.1.4.1-002/001 bzw. GVP 25