Kommunen investieren mehr in Biodiversität

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Zudem gaben 15 Prozent der Kommunen an, dass sie bereits eine Biodiversitätsstrategie einsetzen. Weitere 18 Prozent planen derzeit die Einführung einer solchen Strategie. Dabei werden bereits vielfältige Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität eingesetzt. Die laut Befragung am häufigsten genutzten Maßnahmen sind die Baumpflanzung oder Baumpflege im Straßenraum (85 Prozent) und biodiversitätsförderndes Grünflächenmanagement (81 Prozent). Zudem haben in den vergangenen fünf Jahren 58 Prozent der Kommunen in die Renaturierung oder die Neuanlage von Gewässern investiert und jeweils 56 Prozent in Sickerflächen in bebauten Gebieten oder in den natürlichen Hochwasserschutz.

Damit sind die Ausgaben in dem Bereich in den vergangenen Jahren bei 57 Prozent der Kommunen gestiegen. Auch zukünftig rechnen mehr als die Hälfte der befragten Kommunen damit, dass sie in den kommenden Jahren mehr für Biodiversitätsmaßnahmen ausgegeben werden. Zur Finanzierung greifen 88 Prozent der Kommunen auf Eigenmittel zurück und nennen zugleich „unzureichende Haushaltsmittel“ als große Herausforderung bei der Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen (86 Prozent). Fördermittel werden von 79 Prozent der Kommunen genutzt. Dass diese von zentraler Bedeutung sind, zeigt sich durch die am häufigsten genannten Faktoren für mehr kommunale Maßnahmen – vereinfachte Förderprogramme (68 Prozent) und kleinere Eigenanteile (61 Prozent).

An der Umfrage haben sich 289 Städte, Gemeinden und Kreise beteiligt.

Anmerkung des StGB NRW

Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität sind angesichts einer starken Rückläufigkeit der biologischen Vielfalt auch in Deutschland unbedingt notwendig. Die Vorgaben der EU-Wiederherstellungsverordnung tragen ebenfalls dazu bei, dass der Erhöhung der Biodiversität seitens der Städte und Gemeinden besonderes Augenmerk geschenkt werden muss – in städtischen Ökosystemen unter anderem durch mehr Begrünung und Baumüberschirmung. Die Ergebnisse der Befragung zeigen aber, dass ein Großteil der Kommunen bereits aktiv ist und vielfältige Maßnahmen, gerade auch im Bereich der Neuanlage von Grünflächen und Bäumen, umgesetzt werden. Deutlich wird jedoch auch, dass es eine Vereinfachung von Förderprogrammen mit möglichst geringem Eigenanteil braucht, um angesichts der schwierigen kommunalen Finanzlage solche Maßnahmen auch zukünftig durchführen zu können.

Weitere Informationen:

Die vollständigen Ergebnisse können heruntergeladen werden unter: https://www.kfw.de/kfw.de.html