Mitteilung
Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz: Regionalbüro stellt sich vor
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) ist das zentrale Instrument des Bundesumweltministeriums, um die Klimaschutzziele im Bereich der genutzten und ungenutzten Landschaft zu erreichen. Ein Baustein des ANK sind die Regionalbüros der Länder. Sie sind die zentrale Anlaufstelle für natürlichen Klimaschutz auf lokaler und regionaler Ebene. In Nordrhein-Westfalen ist das ANK-Regionalbüro im Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) angesiedelt. Es berät unter anderem Städte und Gemeinden zu möglichen Maßnahmen im ANK, stellt Fachinformationen bereit und unterstützt bei der Umsetzung kommunaler Ideen.
Am 4. Februar besteht die Möglichkeit, das ANK-Regionalbüro NRW im Rahmen einer zweistündigen Onlineveranstaltung (10 – 12 Uhr) kennenzulernen. Information und Anmeldung bis 01.02.2026: carolin.voigt@nua.nrw.de, Tel. 02361 305-3274, www.nua.nrw.de
Zum Hintergrund: Deutschland und auch Nordrhein-Westfalen haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss nicht nur der Ausstoß von Treibhausgasen aus Energiewirtschaft, Industrie und Verkehr gesenkt werden. Auch die genutzte und ungenutzte Landschaft spielt eine wichtige Rolle. Denn Wälder, Auen, Feuchtgebiete, humusreiche Böden, Gewässer, Gehölze sowie naturnahe Lebensräume in der Stadt können Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre aufnehmen sowie Kohlenstoff in ihrer Biomasse und im Böden speichern. „Degradierte“ Lebensräume wie zum Beispiel trockengelegte Moore oder abgestorbene Wälder geben hingegen den gespeicherten Kohlenstoff wieder an die Atmosphäre ab und wirken dadurch als Treibhausgas-Quelle. Der natürliche Klimaschutz setzt an dieser Stelle an: Durch naturbasierte Maßnahmen sollen Ökosysteme geschützt, gestärkt und wiederhergestellt werden, damit sie Kohlenstoff speichern können. Und noch ein positiver Effekt stellt sich ein: Die naturnahen Ökosysteme helfen auch, die biologische Vielfalt zu erhalten. Das ANK sieht hierfür 69 Maßnahmen in insgesamt zehn Handlungsfeldern vor. Für die Umsetzung stellt der Bund bis 2028 Fördermittel in Höhe von insgesamt 3,5 Milliarden Euro bereit.