Leibniz-Studie weist auf ungleiche Chancen im Bildungssystem hin

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Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass soziale Bildungsungleichheiten sehr früh einsetzen und lange stabil bleiben. Dies kann man beispielsweise bei den deutlichen Unterschieden bei der Nutzung frühkindlicher Betreuungsangebote sehen oder bei dem Übertritt von der Grundschule auf das Gymnasium. Kinder von Eltern mit niedrigem beruflichem Status und niedrigem Bildungsniveau werden auch bei gleichen Kompetenzen und gleichen Noten seltener für das Gymnasium empfohlen als Kinder aus Familien mit hohen Niveaus. Unabhängig von der Empfehlung melden Familien mit hohem Sozialstatus ihre Kinder zudem häufiger am Gymnasium an.

Die Studie verdeutlicht somit ein zentrales Problem: Das Leistungsprinzip wird durch strukturelle Ungleichheiten unterlaufen. Trotz gleicher Fähigkeiten haben nicht alle Kinder die gleichen Chancen auf Erfolg im Bildungswesen.
Weitere Informationen: https://www.lifbi.de/de-de/Start/Aktuel ... he-chancen