Rekordwert bei Gästeübernachtungen 2025 in Deutschland

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Neuer Rekord bei den Übernachtungen

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Jahr 2025 auf 497,5 Mio. Dies entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber 2024 und markiert einen neuen historischen Höchstwert. Damit setzt sich die stabile Entwicklung der Branche nach den pandemiebedingten Einbrüchen weiter fort.

Inlandstourismus und Camping als Wachstumstreiber

Während die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 1,8 Prozent auf 83,8 Mio. zurückging, stiegen die Übernachtungen von inländischen Gästen um 0,7 Prozent auf 413,7 Mio. Der Rückgang bei internationalen Gästen ist insbesondere vor dem Hintergrund des außergewöhnlich starken EM-Jahres 2024 zu sehen. Insgesamt bleibt der Inlandstourismus damit die tragende Säule des deutschen Beherbergungsmarktes.

Differenziert nach Betriebsarten zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Die klassische Hotellerie verzeichnete ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. Ferienunterkünfte blieben nahezu stabil (+0,2 Prozent). Besonders dynamisch entwickelte sich erneut der Campingbereich mit einem Zuwachs von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 liegt die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen sogar deutlich höher. Auch sonstige tourismusrelevante Unterkünfte, etwa Vorsorge- und Rehakliniken oder Schulungsheime, legten um 1,4 Prozent zu.

Allein im Dezember 2025 wurden 32,0 Mio. Übernachtungen gezählt – ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und zugleich der höchste jemals gemessene Dezemberwert.

Zahlen aus NRW

Die meldepflichtigen Unterkunftsbetriebe in NRW meldeten insgesamt 55,5 Mio. Übernachtungen im Jahr 2025. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Einzelmonat Dezember wurden in NRW 4,2 Mio. Übernachtungen gemeldet. Dies entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im kumulierten Zeitraum für das Jahr 2025 erzielten Siegen-Wittgenstein (+6,8 Prozent) und das Bergische Städtedreieck (+6,3 Prozent) die größten Übernachtungszuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die meisten Übernachtungen im Jahr 2025 in NRW gab es in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis (8,7 Mio. Übernachtungen, Zuwachs von 2,1 Prozent). Im Einzelmonat Dezember 2025 konnten im Sauerland (+10,2 Prozent) sowie im Bergischen Städtedreieck (9,1 Prozent) die größten Zuwächse verzeichnet werden.

Anmerkung aus kommunaler Sicht

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Städte und Gemeinden in Deutschland. Auf NRW entfielen rund 11 Prozent der gesamten Übernachtungen Deutschlands. Dies zeigt, dass der Tourismus gerade für Städte und Gemeinden in NRW ein Wirtschafts- und Standortfaktor ist. In vielen auch strukturschwachen oder ländlichen Regionen ist gerade der Inlandstourismus ein zentraler Stabilitätsfaktor für Wertschöpfung, Beschäftigung und kommunale Einnahmen. Die positiven Entwicklungen im Camping- und Ferienbereich zeigen zudem, dass naturnahe und flexible Angebotsformen weiter an Attraktivität gewinnen.

Gleichzeitig stehen viele Kommunen vor erheblichen Herausforderungen. Eine leistungsfähige touristische Infrastruktur – von Verkehrswegen über digitale Angebote bis hin zu nachhaltigen Mobilitätslösungen – erfordert kontinuierliche Investitionen. Auch Fragen der Besucherlenkung, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit bleiben bedeutend. Aus kommunaler Sicht ist es daher entscheidend, dass Bund und Länder die kommunale Finanzlage verbessern, um die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Deutschland dauerhaft zu sichern und die durch steigende Gästezahlen erforderlichen Investitionen ermöglichen.

Weitere Informationen

Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11.02.2026 ist abrufbar unter: Tourismus in Deutschland im Jahr 2025: Erneut Rekordwert bei Gästeübernachtungen - Statistisches Bundesamt

Statistische Werte für NRW sind abrufbar unter: Beherbergungsstatistik Dezember 2025 - Newsroom - tourismusverband.nrw


Az.: 31 kr / 32.0-001/001