Mitteilung
Neu im Städte- und Gemeinderat: Schwerpunkt "Nachhaltig digital"
Im Auftaktbeitrag analysieren Moritz Schmidt und Yannic Burstert von der LAG 21 NRW die Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz als Nachhaltigkeitsfaktor. Sie zeigen auf, wie KI Kommunen bei Klimaschutz, Mobilität, Bürgerbeteiligung oder der Verwaltungsmodernisierung unterstützen kann, weisen aber zugleich auf Fragen des Ressourcenverbrauchs, der Transparenz und der Verantwortung hin.
Dr. Peter Lüttmann, Bürgermeister der Stadt Rheine, erläutert wie KI im kommunalen Alltag bereits heute Führungskräfte entlasten kann. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen für die Gremienarbeit, die Bürgerkommunikation, die Wissensorganisation und die Vorbereitung strategischer Entscheidungen. Der Beitrag zeigt, wie Kommunen die Technologie verantwortungsvoll nutzen können, ohne politische Verantwortung zu delegieren.
Praxis aus Städten und Gemeinden
Mehrere Beiträge stellen konkrete kommunale Digitalisierungsprojekte vor. So berichtet die Stadt Velen über ihren KI-gestützten Baustellenassistenten "Bernd Baumeister", der Bürgerinnen und Bürger per QR-Code rund um die Uhr über die Ortskernsanierung in Ramsdorf informiert. Die Lösung soll Informationen schneller verfügbar machen und die Verwaltung zugleich entlasten.
Die Stadt Arnsberg setzt mit ihrem digitalen Waldmonitor auf Satellitentechnik, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Waldflächen sichtbar zu machen. Flurstücksgenaue Daten unterstützen dabei sowohl die kommunale Nachhaltigkeitsstrategie als auch die praktische Forstarbeit.
Wie Digitalisierung und Klimaschutz zusammenwirken können, zeigt auch die Stadt Greven. Der Beitrag über die energieautarke Kläranlage beschreibt, wie durch technische Modernisierung und Energiemanagement der Stromverbrauch deutlich gesenkt und gleichzeitig die Eigenversorgung ausgebaut werden konnte.
Digitale Infrastruktur und Verwaltung
Weitere Fachbeiträge befassen sich mit Digitalisierung im Ver- und Entsorgungsbereich, den rechtlichen Rahmenbedingungen für KI-Anwendungen, fernablesbaren Wasserzählern und digitalen Gebührenbescheiden. Zudem analysiert Dr. Stanislaw Chernin die Ursachen für den stockenden Glasfaserausbau in Nordrhein-Westfalen und zeigt Handlungsbedarfe bei Koordination, Finanzierung und kommunalen Steuerungsmöglichkeiten auf.
Demokratie vor Ort und Fachkräfte
Außerhalb des Schwerpunktes befasst sich die Ausgabe mit Fragen der politischen Praxis. Prof. Dr. Matthias Reintjes von der Hochschule Rhein-Waal erläutert, welches Potenzial er in der digitalen Nutzung von Ratsinformationssystemen als Rückgrat nachhaltiger Gremienarbeit sieht.
Yannik Roscher von der Körber-Stiftung zeigt Wege auf, um eine respektvolle Debattenkultur in kommunalen Gremien zu stärken. Ein weiterer Beitrag stellt die Initiative „Machen statt Meckern“ vor und beleuchtet, wie Kommunen junge Menschen beim Berufseinstieg begleiten und damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können.
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Die Doppelausgabe Juli August 2026 zum Schwerpunkt "Nachhaltig digital" kann >>hier als E-Paper aufgerufen werden.
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