MoorAtlas.NRW zeigt landesweit Potentiale für Moorflächen

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Moore speichern Kohlenstoff und Wasser und sind Lebensraum für seltene Pflanzen, wie Torfmoose, Sonnentau und Wollgras. Auch seltene Tiere sind in Mooren zu finden, zum Beispiel der Moorfrosch, Schmetterlinge wie der Hochmoorbläuling und die Hochmoor-Mosaikjungfer, eine seltene Libelle. Moore leisten damit wichtige Beiträge zum Schutz des Klimas und der Biodiversität. Derzeit gibt es noch 2.945 Hektar naturschutzfachlich bedeutsame Moorfläche in NRW. Das ist deutlich weniger als ein Prozent der Landesfläche. Die Moorflächen befinden sich hauptsächlich an den Grenzen zu Niedersachsen und den Niederlanden. Beispiele sind das „Große Torfmoor“ und das „Alte Moor“ im Kreis Minden-Lübbecke, das „Amtsvenn und Hündfelder Moor“ im Kreis Borken oder das „Mettinger und Recker Moor“ im Kreis Steinfurt.

Dem gegenüber besteht momentan auf einer Fläche von ca. 17.110 Hektar das Potenzial zur Wiedervernässung oder Wiederherstellung von Mooren. Zählt man weitere organische Böden hinzu, also vor allem stark degradierte Moorböden oder organische, grundwassergeprägte Böden, so lassen sich derzeit insgesamt ca. 37.830 Hektar identifizieren, auf denen eine Wiedervernässung und damit ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz möglich wäre. Städte und Gemeinden können sich nunmehr informieren, welche Potentiale in ihrer Kommune bestehen und dies bei Planungen entsprechend berücksichtigen.

Zum Mooratlas: https://mooratlas.nrw.de