Mitteilung
Ergebnisse der Ukraine Recovery Conference 2026 in Danzig
Der Präsident der Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), Dr. Christoph Schnaudigel, nahm an der Konferenz teil und machte deutlich, dass leistungsfähige Kommunen und Regionen entscheidend für den Wiederaufbau und den EU-Beitrittsprozess der Ukraine sind.
Laut der ukrainischen Regierung (https://mindev.gov.ua/en/news/rezultaty ... skyi-vymir) wurden insgesamt mehr als 1,5 Milliarden Euro an Investitionen und Finanzierungen für Projekte des Ministeriums für Gemeinden und Territorien mobilisiert. Über die Uk-raine Investment Framework (UIF) (https://uif.eu/) wurden 524 Millionen Euro für kommunale Vorhaben bereitgestellt, ergänzt durch weitere Finanzierungszusagen für die Modernisierung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur, der Energieversorgung sowie der Verkehrsinfrastruktur.
Ein weiterer Schwerpunkt der URC war der Ausbau von Public-Private Partnerships (PPP). Die ukrainische Regierung präsentierte ein Portfolio kommunaler Infrastrukturprojekte mit einem Investitionspotenzial von 5 bis 10 Milliarden Euro, insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Verkehr, Energie und kommunale Daseinsvorsorge. Darüber hinaus wurden während der Konferenz zahlreiche Memoranda of Understanding (MoUs) zwischen ukrainischen Gemeinden, internationalen Finanzinstitutionen, Unternehmen und weiteren Partnern unterzeichnet. Diese Vereinbarungen schaffen die Grundlage für die Vorbereitung und Umsetzung konkreter Wiederaufbauprojekte sowie für den Ausbau langfristiger Kooperationen auf kommunaler Ebene. Nach Angaben des ukrainischen Ministeriums unterzeichneten ukrainische Kommunen Vereinbarungen und Absichtserklärungen im Umfang von rund 300 Millionen Euro.
Der europäische Dachverband der Deutschen Sektion des RGRE, der Council of European Municipalities and Regions (CEMR), war als Koordinator des European Partnership Hub (https://ccre-cemr.org/impact-community- ... hub-launch) mit einem eigenen Stand und mehreren Fachveranstaltungen vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den internationalen Kommunalpartnerschaften: Seit der Einführung der Matchmaking-Plattform (https://www.cor.europa.eu/en/news/citie ... s-recovery) auf der URC 2024 in Berlin und dem Start des European Partnership Hub im Jahr 2025 ist die Zahl der Partnerschaften zwischen ukrainischen und europäischen Kommunen kontinuierlich gestiegen. Der Hub soll als zentrale Anlaufstelle für den Austausch, die Vernetzung und die Umsetzung gemeinsamer kommunaler Projekte dienen.
Der Europäische Ausschuss der Regionen mit seiner „Europäischen Allianz der Städte und Regionen für den Wiederaufbau der Ukraine“ forderte in einer gemeinsamen Erklärung, Städte und Regionen noch stärker in die politischen Entscheidungen über den Wiederaufbau einzubeziehen. Dezentralisierungsreformen in der Ukraine und eine enge Zusammenarbeit aller staatlichen Ebenen sind wesentliche Voraussetzungen für einen nachhaltigen Wiederaufbau. Kommunen sollen deshalb nicht nur als Empfänger von Fördermitteln wahrgenommen werden, sondern den Wiederaufbau aktiv mitgestalten und Verantwortung für die Entwicklung ihrer Regionen übernehmen können.
Die nächste Ukraine Recovery Conference wird 2027 in Estland stattfinden. Weitere Informationen so-wie die Panel-Aufzeichnungen finden Sie auf der Internetseite der Konferenz unter: https://www.urc-international.com/