Mitteilung
Neue Studie der OECD zur Wirkung dezentraler Entwicklungszusammenarbeit
Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis. Kommunale und regionale Partnerschaften leisten weit mehr als finanzielle Unterstützung. Insbesondere der fachliche Austausch, Peer-to-Peer-Lernen und die gemeinsame Entwicklung kommunaler Lösungen stärken Verwaltungskapazitäten, verbessern die lokale Daseinsvorsorge und fördern nachhaltige Entwicklungsprozesse sowohl in Partnerkommunen als auch in den beteiligten Kommunen der OECD-Staaten. Gleichzeitig profitieren die Kommunen selbst durch neue Erfahrungen, internationale Netzwerke und verbesserte Formen der Zusammenarbeit über Verwaltungsebenen hinweg.
Von Bedeutung für die kommunale Praxis und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen staatlichen Ebenen sind die Empfehlungen der OECD. Die Studie plädiert für ein neues Narrativ der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, das stärker die konkreten Wirkungen und den gegenseitigen Nutzen in den Vordergrund stellt. Werden diese Mehrwerte sichtbarer gemacht, können öffentliche Unterstützung, die Einbindung relevanter Akteure sowie die langfristige Wirkung kommunaler Partnerschaften weiter gestärkt werden. Darüber hinaus empfiehlt die OECD, die Wirkungsmessung auszubauen, erfolgreiche Ansätze systematisch zu dokumentieren und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen staatlichen Ebenen noch besser zu verzahnen.
Der DStGB unterstützte die OECD bei der Erarbeitung der Studie und brachte die Perspektiven seiner Mitgliedskommunen in den Analyse- und Dialogprozess ein. Die OECD-Initiative, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt wird, verfolgt das Ziel, die dezentrale Entwicklungszusammenarbeit strategisch weiterzuentwickeln und ihre Rolle auch über die Agenda 2030 hinaus zu stärken.
Anmerkung des DStGB und des StGB NRW:
Für den DStGB und den StGB NRW bleibt die weitere Einbindung der kommunalen Ebene in internationale Nachhaltigkeits- und Entwicklungsprozesse ein zentrales Anliegen. Denn die Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele beginnt vor Ort in den Städten und Gemeinden. Die neue OECD-Studie bestätigt, dass kommunale Entwicklungszusammenarbeit hierfür ein wirksames Instrument ist und einen messbssssaren Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele leisten kann. Damit liegt eine fundierte Grundlage vor, um die Bedeutung kommunaler Partnerschaften künftig noch stärker in nationale und internationale Prozesse einzubringen und die kommunale Stimme auf internationaler Ebene weiter zu stärken.
Weitere Informationen:
Zusammenfassung OECD-Studie (2 Seiten): Zusammenfassung EN
OECD-Studie: The Impact of Decentralised Development Co operation