Landeskulturbericht NRW 2026

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Krisenfeste Strukturen

Beim Thema Krisenfeste Strukturen sieht man, dass trotz insgesamt stabiler Beschäftigtenzahlen und einer Einkommensentwicklung auf niedrigem Niveau, sich strukturelle Verwundbarkeiten zeigen. Diese strukturellen Verwundbarkeiten äußern sich in geringen Rücklagen der Künstlerinnen und Künstler, in fehlender sozialer Absicherung oder in lückenhaften Erwerbsläufen. Moderate Steigerungen der Einkommen der Künstlerinnen und Künstler bleiben zudem hinter der allgemeinen Preisentwicklung zurück. Damit verschärfen sich individuelle Verwundbarkeiten, die in Krisenzeiten besonders gravierend wirken können. Krisenfeste Strukturen erfordern daher nicht nur eine faire Vergütung, sondern ergänzende systemische Vorkehrungen.

Digitalität

Im Bereich Digitalität zeigen die Zahlen, dass sich in der vergangenen Legislaturperiode einiges grundlegend verändert hat. Durch die Corona-Pandemie angetrieben, hat sich die Anzahl von virtuellen Ausstellungen und Online-Performances erhöht. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit generativer KI ist nun eine neue Entwicklungsstufe im Rahmen von Digitalität in der Kulturszene erreicht.

Kultur im ländlichen Raum

Es ist ein Kernanliegen der Landesregierung, für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Nordrhein-Westfalen Sorge zu tragen. Dazu zählt auch die sogenannte „kulturelle Grundversorgung“, also kulturelle Angebote nicht nur in den städtischen Ballungsbieten, sondern auch in den ländlichen Räumen zu machen. Um das zu gewährleisten, hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft die skizzierte umfassende Kulturstrategie für den ländlichen Raum entwickelt. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das Landesprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“. Es schafft und stärkt dauerhafte Kultur- und Begegnungsorte, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden. Die hohe Nachfrage nach dem Programm sowie die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass Dritte Orte einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Infrastruktur, zur Teilhabe und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in ländlichen Räumen leisten.

Der Kulturbericht wird am 05. November 2026 in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien im Landtag durch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft Ina Brandes vorgestellt.

Hier finden Sie den Landeskulturbericht 2026.