NetGiT – Netzwerk Ganztag im Trialog

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Hintergrund

Mit dem ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung stehen Kommunen und Träger vor der Aufgabe, entsprechende Angebote bedarfsgerecht und in guter Qualität weiterzuentwickeln. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Gewinnung und Sicherung von ausreichend qualifiziertem Personal dar. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels und des zunehmenden Einsatzes von Quereinsteigenden im schulischen Ganztag.

Ziel des Projekts

NetGiT soll die Zusammenarbeit der drei zentralen Akteursgruppen im Ganztag stärken:

  • öffentliche Jugendhilfe,
  • kommunale Schulträger und
  • freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe.

Diese drei Akteure bilden jeweils ein sogenanntes kommunales Trägertrio. Gemeinsam sollen sie ein abgestimmtes Qualitäts- und Kooperationsverständnis entwickeln und kommunale Personalstrategien für den Ganztag erarbeiten bzw. weiterentwickeln.

Dabei können unter anderem folgende Themen im Mittelpunkt stehen:

  • Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden,
  • Einsatz und Begleitung von Quereinsteigenden,
  • Qualifizierung und Weiterentwicklung von Personal,
  • Rollen- und Aufgabenbeschreibungen,
  • Onboarding- und Mentoring-Konzepte,
  • weitere kommunale Maßnahmen zur Personalentwicklung.

Ausgangspunkte für alle Entwicklungsprozesse im Projekt sind jeweils die konkreten Entwicklungsbedarfe der teilnehmenden Kommunen bzw. Kommunalen Trägertrios.
Ablauf

Das erste Austauschnetzwerk umfasst einen Zeitraum von zwölf Monaten und richtet sich an zehn Kommunen bzw. kommunale Trägertrios aus Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Vorgesehen sind:

  • zwei ganztägige Netzwerktreffen in Präsenz,
  • vier kürzere Online-Austauschformate,
  • fachliche Beratung und Prozessbegleitung durch das ISA,
  • kollegialer Austausch zwischen den beteiligten Kommunen sowie
  • eine geschützte Austauschplattform.

Das ISA unterstützt die Teilnehmenden unter anderem durch fachliche Expertise, Praxisbeispiele, Moderation und Beratung. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Arbeitsergebnisse sollen zudem für die Fachöffentlichkeit aufbereitet werden.
Nach Abschluss des ersten Durchlaufs ist ein zweiter zwölfmonatiger Durchlauf mit zehn weiteren kommunalen Trägertrios vorgesehen. Insgesamt sollen damit 20 Kommunen bzw. kommunale Trägertrios erreicht werden.

Wer kann teilnehmen?
Das Angebot richtet sich an kreisangehörige und kreisfreie Städte in Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Voraussetzung ist die Bildung eines kommunalen Trägertrios aus jeweils einer Person

  • der örtlichen Kinder- und Jugendhilfe,
  • des kommunalen Schulträgers und
  • eines freien Trägers vor Ort.

Von den teilnehmenden Kommunen wird unter anderem erwartet, dass sie verbindlich an den vereinbarten Austauschformaten teilnehmen und bereit sind, ihre kommunalen Personalkonzepte und -strategien für den schulischen Ganztag weiterzuentwickeln.

Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Interessierte Kommunen bzw. kommunale Trägertrios können für den ersten zwölfmonatigen Durchlauf bis zum 25. September 2026 an einem Online-Interessenbekundungsverfahren teilnehmen.

Die Auswahl der ersten zehn kommunalen Trägertrios soll bis zum 2. Oktober 2026 erfolgen.

Weitere Informationen: https://isa-muenster.de/arbeitsbereiche ... le/netgit/
Link zur Interessenbekundung: https://forms.cloud.microsoft/pages/res ... e=shorturl