Mitteilung
Neues Positionspapier „Bezahlbares Bauen und Wohnen“
Der Wohnungsmarkt in Deutschland bleibt angespannt: Schätzungen zufolge fehlen bundesweit mehr als 800.000 Wohnungen, während die Bautätigkeit weiterhin deutlich hinter dem Bedarf zurückbleibt. Auch die aktuellen Prognosen lassen keine kurzfristige Entspannung erwarten – für das Jahr 2026 gehen Experten von lediglich rund 215.000 fertiggestellten Wohnungen aus. Besonders kritisch ist die Situation im Bereich des bezahlbaren Wohnraums: Der Bestand an Sozialwohnungen ist bis Ende 2024 auf etwa 1,046 Millionen Einheiten gesunken.
Vor diesem Hintergrund werden in dem Positionspapier zentrale Handlungsfelder aufgezeigt – von der Förderung des Neubaus über die Mobilisierung von Bauland und die Aktivierung bestehender Wohnraumreserven bis hin zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus werden geringere Baukosten, eine Reduzierung von Normen und Standards, die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus sowie eine bessere Nutzung von Innenentwicklungspotenzialen als wesentliche Voraussetzungen benannt.
Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bedarf es einer langfristig angelegten Wohnungsbauoffensive im engen Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen und der Wohnungswirtschaft. Nur durch ein Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen kann eine nachhaltige Entlastung der Wohnungsmärkte erreicht werden.
Weitere Informationen:
Das Positionspapier finden Sie hier.
Az.: 20.4.1.2-001/001 vo