Mit Grünpflege an Straßen vor dem Jakobskreuzkraut schützen

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Jakobskreuzkraut stellt insbesondere für Weidetiere eine Gefahr dar. Die Pflanze enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die bei Aufnahme zu chronischen Leberschäden führen können. Die Giftstoffe bleiben auch in Heu und Silage erhalten, sodass bereits geringe Anteile im Futter sehr problematisch sind. Eine zentrale Rolle bei der Eindämmung der Ausbreitung spielt die Verhinderung der Samenbildung. Die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes ist es daher, betroffene Flächen spätestens bei Beginn der Blüte zu mähen, um eine weitere Verbreitung über Samen zu verhindern.

Da Straßenränder, Böschungen und Wegränder vielfach als Ausgangspunkte für die Verbreitung dienen, kommt der Pflege dieser Flächen eine besondere Bedeutung zu. Gelangen die zahlreichen Samen in angrenzende Wiesen und Weiden, kann sich das Jakobskreuzkraut dort etablieren und langfristig zu Problemen für die landwirtschaftliche Nutzung führen.

Vor diesem Hintergrund regen die Landwirtschaftsverbände an, bei der Pflege von Straßenbegleitgrün auf eine Mahd möglichst vor Beginn der Blüte des Jakobskreuzkrautes (in der Regel ab Anfang Juni) zu achten. Eine rechtzeitige Mahd trage entscheidend dazu bei, die Samenbildung zu verhindern und damit die Ausbreitung der Pflanze auf landwirtschaftliche Flächen zu verlangsamen.

Mit dieser vergleichsweise einfachen Maßnahme könne ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Weideflächen und zur Sicherung der Futterqualität geleistet werden.