Mitteilung
Deutscher Fahrradpreis 2026 verliehen
Jährliche Auszeichnung für innovative Radverkehrsprojekte
Der Deutsche Fahrradpreis 2026 wurde am 20. Mai 2026 im Rahmen des AGFS-Kongresses 2026 in Düsseldorf verliehen. Mit dem Preis zeichnen das Bundesministerium für Verkehr und die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) jährlich innovative Projekte und besonderes Engagement zur Förderung des Radverkehrs aus. Der DStGB ist in der Jury vertreten.
Lindau gewinnt in der Kategorie Infrastruktur
In der Kategorie Infrastruktur wurde die Stadt Lindau am Bodensee für die „Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse“ ausgezeichnet. Das Projekt verbindet hochwertige Fahrradstraßen, Mobilitätsstationen sowie den ausgebauten Bodenseeradweg zu einer priorisierten Radverkehrsachse. Besonders hervorgehoben von der Jury wurden die nahezu durchgängig 5,5 Meter breiten Fahrradstraßen, die eine hohe Aufenthaltsqualität sowie mehr Sicherheit und Komfort für den Radverkehr schaffen. Zudem setzt das Projekt auf eine klare Trennung von Fuß- und Radverkehr sowie eine konsequente Bevorrechtigung des Radverkehrs im öffentlichen Raum.
Digitale Schulwegkarte ausgezeichnet
Den ersten Platz in der Kategorie Service & Kommunikation erhielt das Projekt „VelObserver für Schulen“ der Posmo GmbH aus München. Ziel des Projekts ist die Entwicklung digitaler und sicherer Rad-schulwegkarten gemeinsam mit Jugendlichen. Im Rahmen verschiedener Challenges dokumentieren Schülerinnen und Schüler ihr Mobilitätsverhalten digital, bewerten Schulwege aus ihrer Perspektive und lernen Risiken im Straßenverkehr besser einzuschätzen. Das Projekt verbindet damit digitale Beteiligung, Verkehrssicherheit und Mobilitätsbildung.
Ehrenamtliches Engagement in Hamburg gewürdigt
In der Kategorie Ehrenamt wurde das Projekt „Fahrräder für Bedürftige“ des Vereins Westwind Hamburg e.V. ausgezeichnet. Seit 2015 bereitet der Verein gespendete Fahrräder verkehrssicher auf und gibt diese zu Sozialpreisen an Menschen mit geringem Einkommen weiter. Ergänzend betreibt der Verein eine mobile Fahrradwerkstatt und bietet Workshops, Sicherheitstrainings sowie Ausflüge für Kinder und Jugendliche an. Nach Angaben der Initiatoren wurden bislang mehr als 4.800 Fahrräder vermittelt.
Anmerkung des StGB NRW
Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen die große Bandbreite der Radverkehrsförderung – von moderner Infrastruktur über digitale Beteiligungsansätze bis hin zu sozial-integrativen Projekten.
Die Beispiele zeigen, dass trotz Finanzkrise viele Kommunen mit großem Engagement den Radverkehr vor Ort weiterentwickeln. Voraussetzung für viele Infrastrukturprojekte bleibt jedoch eine weitere verlässliche finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder, insbesondere durch das Sonderprogramm Stadt + Land.
Weitere Informationen
Alle Informationen zum Deutschen Fahrradpreis, den Preisträgern und weiteren TOP-Projekten unter www.der-deutsche-fahrradpreis.de
Az.: 35 / 33.0-003/002