Innovationspreis NRW 2026 vergeben

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Kategorie „innovation“ (Preisgeld 40.000 Euro):

Dr. Elma Kerz (Geschäftsführerin der Exaia Technologies GmbH, Aachen) hat gemeinsam mit ihrem Team „Noesais“ eine KI-gestützte und datenschutzkonforme Plattform für digitale Sprachbiomarker entwickelt. Noesais analysiert Sprachaufnahmen, um Rückschlüsse auf den kognitiven, emotionalen und psychischen Zustand einer Person zu ziehen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, individuelle Verläufe kontinuierlich zu monitoren und so eine personalisierte Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Kategorie „innovation2business“ (Preisgeld 40.000 Euro):

Christine Batsch (Geschäftsführerin der Ch.Batsch Verfahrenstechnik GmbH, Meckenheim) entwickelt und betreibt patentierte Vakuumdestillationsanlagen zur industriellen Lösungsmittelaufbereitung. Verschmutzte Lösungsmittel werden am Produktionsstandort recycelt und in den Prozess zurückgeführt. Das Geschäftsmodell „Recycling as a Service“ ermöglicht Unternehmen die Nutzung der Technologie ohne eigene Investition und Betriebskompetenz – inklusive Wartung, Reinigung und digitalem Monitoring.

Kategorie „innovation4people“ (Preisgeld 40.000 Euro):

Linda Lingenauber (Geschäftsführerin der RecyCoal GmbH, Aachen) baut internationale Projekte auf, in denen aus Ernteresten mit dezentralen Pyrolysesystemen Pflanzenkohle hergestellt wird. Diese wird auf landwirtschaftlichen Flächen zur Bodenverbesserung eingesetzt und speichert langfristig CO₂. Davon profitieren bereits Landwirtinnen und Landwirte in Ruanda sowie Kaffeefarmen in Tansania. Aktuell baut RecyCoal ein CO₂-Zertifikatesystem entlang der Kaffee-Lieferkette auf.

Für den Publikumspreis „innovation4transformation“ (Preisgeld 15.000 Euro) sind nominiert:

  • Dr. Katharina von Stauffenberg (Geschäftsführerin von comuneo, Münster) hat ein "Wirkungs-Betriebssystem" für den öffentlichen Sektor entwickelt. Es verbindet Aufgaben, Ziele und Haushaltsdaten und liefert Informationen, die bisher fehlen: welche Veränderungen aus Vorhaben resultieren. Ziel soll ein wirkungsorientierter Haushalt sein, in dem Mittel über ihre Wirkung begründet werden, damit Haushaltsmittel effizient eingesetzt und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen werden können.
  • Prof. Dr. Regina Palkovits (Lehrstuhlinhaberin an der RWTH Aachen und Institutsleiterin am Forschungszentrum Jülich, Aachen und Jülich) hat ein innovatives katalytisches Verfahren entwickelt, das Biomasse effizient in hochwertige Bausteine für biobasierte Kunststoffe umwandelt. Mit dem Verfahren lassen sich nachwachsende Rohstoffe mit grünem Strom in hochwertige chemische Komponenten überführen – darunter auch Moleküle, die bislang nicht zugänglich waren.
  • Dr.-Ing. Laura Johnen (Geschäftsführerin der Layer Performance GmbH, Herzogenrath) hat eine Software entwickelt, die vollautomatisiert 3D-optimierte Druckbahnen erzeugt. Sie ermöglicht, je nach Anwendung, bis zu 90 % weniger Materialverbrauch, 96 % weniger Energieeinsatz und eine zehnfach schnellere Fertigung bei höherer Qualität. Zudem ist sie maschinen- und materialunabhängig.


Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Innovationspreis NRW finden sich unter: Herzlich Willkommen - Das Innovationsland NRW

Weitere Informationen zum Innovationskongress NRW finden sich unter: Überblick - Das Innovationsland NRW

Az.: 36 kr / 30.0.4-001/004