Mitteilung
Preisanpassung beim Deutschlandticket
Grundlage der Preisanpassung sind Personal-, Energie- und allgemeine Kosten, die detailliert gewichtet und mit Stichtagserfassung anhand einer Formel durch die D-Tix GmbH & Co. KG berechnet wurden. Der entsprechende Beschluss mit Details zur Berechnung kann über den Internetauftritt der Verkehrsministerkonferenz unter GKVS-Beschluss 5.2 eingesehen werden. Der Preisindex wird nun jährlich zur Feststellung des Preises des Deutschlandtickets zur Anwendung kommen. Neben dem Preis für das Deutschlandticket von 66,80 Euro für 2027 werden auch die Preise für das Deutschlandticket als Jobticket mit 63,46 Euro und als Semesterticket mit 40,08 Euro für 2027 neu festgelegt.
Anmerkung aus kommunaler Sicht
Die Anpassung des Preises beim Deutschlandticket ist angesichts steigender Energie-, Personal- und Betriebskosten nachvollziehbar. Da der Ausgleich, der durch das vergünstigte Ticket entstehenden Mindereinnahmen durch Bund und Länder gedeckelt ist, muss der Preis steigen. Die Verkehrsunternehmen und kommunalen Aufgabenträger können zusätzliche Kostensteigerungen nicht auffangen. Der nun erstmals angewandte Preisindex schafft Transparenz und erhöht die Nachvollziehbarkeit auch künftiger Preisentwicklungen.
Gleichzeitig bleibt es entscheidend, die Attraktivität des ÖPNV auch bei den Angeboten zu sichern. Angesichts drohender Abbestellungen bedarf es einer offenen Diskussion zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Branche über die ÖPNV-Finanzierung. Denn während moderate Preisanpassungen von den Fahrgästen zwar kritisch, aber in der Regel nachvollziehbar bewertet werden, würden Angebotskürzungen vor Ort die Entwicklung der Fahrgastzahlen deutlich stärker gefährden.
Weitere Informationen
Die Pressemitteilung des Vorsitzes der Verkehrsministerkonferenz vom 30.09.2026 ist abrufbar unter: Preisanpassung bei Deutschlandticket - Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Az.: 35 kr / 33.3.2-001/010