Preise für Straßen- und Brückenbau deutlich gestiegen

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Preissteigerungen im Straßenbau

Den stärksten Preisanstieg in den letzten fünf Jahren gab es im Straßenbau für den Bau von Verkehrswegen: Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln wurden in diesem Zeitraum um 74,8 % teurer; Oberbauschichten ohne Bindemittel oder aus Asphalt verteuerten sich jeweils um 63,1 %. Oberbauschichten ohne Bindemittel bestehen aus Gesteinskörnungen wie z. B. Schotter, Splitt oder Kies und werden u. a. als Frostschutz oder zur Entwässerung eingesetzt. Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln, wie z. B. Zement oder Kalk, kommen u. a. als lastverteilende Schichten zum Einsatz, um die Tragfähigkeit von Verkehrsflächen zu erhöhen. Unterdurchschnittlich stiegen die Preise im Straßenbau u. a. für Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Mauerarbeiten mit jeweils 23,8 %.

Preissteigerungen im Brückenbau

Für Brücken im Straßenbau stiegen die Preise für den Verkehrswegebau ebenfalls überdurchschnittlich: Oberbauschichten ohne Bindemittel verteuerten sich hier in den letzten fünf Jahren um 71,8 %, gefolgt von Oberbauschichten aus Asphalt mit 56,3 %. Abdichtungsarbeiten und Entwässerungskanalarbeiten wurden im gleichen Zeitraum um jeweils 47,2 % teurer. Den geringsten Preisanstieg gab es bei Mauerarbeiten mit 24,6 %.

Die Preisanstiege im Straßen- und Brückenbau stehen u. a. in Verbindung mit steigenden Materialkosten. Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte bildet die Preisentwicklung für Deutschland ab: Bitumen aus Erdöl, das im Straßenbau als Bindemittel eingesetzt wird, war im Mai 2026 um 56,3 % teurer als im Mai 2021. Die Erzeugerpreise für Asphaltmischgut aus natürlichen und/oder industriell hergestellten Gesteinskörnungen und Bitumen stiegen im gleichen Zeitraum um 52,7%.

Weitere Informationen

Die Pressemitteilung des Landesbetriebs IT.NRW ist abrufbar unter: NRW: Preise für Straßen- und Brückenbau innerhalb von fünf Jahren deutlich gestiegen | Landesbetrieb IT.NRW


Az.: 35 kr / 33.0-003/002