Spitzenverbände warnen vor finanziellen Risiken für die Kommunen durch Rettungsreform

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„Eine Reform des Rettungsdienstes ist richtig und notwendig. Aber sie darf nicht dazu führen, dass Städte, Kreise und Gemeinden am Ende auf den Kosten der Rettungseinsätze sitzen bleiben. Schon heute fehlen den Kommunen in NRW neun Milliarden Euro – so hoch ist das jährliche Defizit der kommunalen Haus-halte inzwischen. Sie können es sich schlicht nicht leisten, weitere Finanzierungslücken im Rettungsdienst aus ihren Haushalten zu stopfen. Wer einen leistungsfähigen und resilienten Rettungsdienst will, muss auch seine vollständige Finanzierung sicherstellen.

Die Regierungsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN planen, den Rettungsdienst künftig über vertraglich vereinbarte Entgelte zwischen Kommunen und Krankenkassen zu finanzieren. Wir befürchten, dass dadurch erhebliche Kostenrisiken auf die Kommunen verlagert werden.

Die Menschen in NRW brauchen einen Rettungsdienst, der im Notfall zuverlässig funktioniert. Dafür brauchen wir gute Reformen. Bund und Land müssen ihre Vorhaben aufeinander abstimmen und die Finanzierung gemeinsam mit den Kommunen verlässlich regeln.“

Die kommunalen Spitzenverbände fordern deshalb, die grundlegende Umstellung der Finanzierung in NRW zunächst zurückzustellen. Der Bundestag hat erst Mitte Oktober eine Reform der Notfallversorgung beschlossen. Die finale Beratung des Gesetzes im Bundesrat steht noch aus. Deren Auswirkungen auf die Finanzierung des Rettungsdienstes müssen zunächst geklärt werden. Zudem läuft in NRW eine umfassende Überprüfung der Strukturen des Rettungsdienstes. Auch deren Ergebnisse sollten berücksichtigt werden.